WebRTC ermöglicht Video- und Audiokommunikation direkt im Browser. Die zugehörige
MediaDevices-Schnittstelle kann zugleich technische Informationen über verfügbare Eingabe- und
Ausgabegeräte bereitstellen. Welche Daten sichtbar sind, hängt vom Browser, den erteilten Berechtigungen und
den Datenschutzeinstellungen ab.
Die unsichtbare Vermessung
Websites können prüfen, ob Mediengeräte vorhanden sind. Nach einer Freigabe können je nach Browser auch Gerätebezeichnungen und technische Merkmale verfügbar werden. Solche Signale lassen sich mit anderen Browsermerkmalen kombinieren. Sie sind jedoch nicht automatisch ein eindeutiger oder dauerhafter kryptografischer Geräte-Hash.
Das Löschen von Cookies allein verhindert nicht jede Form der Wiedererkennung. Sinnvolle Schutzmaßnahmen sind restriktive Website-Berechtigungen, ein aktueller Browser und die regelmäßige Prüfung, welche Seiten auf Kamera und Mikrofon zugreifen dürfen.
Technische Signale sollten im Zusammenhang bewertet werden: Kein einzelnes Merkmal beweist eine eindeutige Identität.
Was Nutzer konkret kontrollieren können
Erteilen Sie Kamera- und Mikrofonzugriff nur für eine konkrete Funktion und widerrufen Sie die Freigabe anschließend, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Browser-Erweiterungen können bestimmte Inhalte oder Anfragen reduzieren, ersetzen aber weder Browser-Berechtigungen noch eine informierte Datenschutzentscheidung.
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